Ein Graffiti für Rödelheim
Als der Pavillon im September 2024 in Rödelheim gast
ierte, war die Idee schon da. Denn in Rödelheim sind die Wege hinunter zum Bahnhof zwar mit farbenfrohen Malereien verziert, doch im Durchgangstunnel sah es eher trist aus. Das hat sich nun geändert. Eine Welle in Regenbogenfarben ziert seit 5. März 2026 die Wände unterm Rödelheimer Bahnhof. Außerdem sind verschiedene Sprüche zu sehen, etwa „Demokratie lebt durch uns“ oder „Use Your Voice“. Mit Sprühdosen haben 25 Schüler:innen der Liebigschule das Wandbild geschaffen, unterstützt von der Künstlerin Anaïs von Manteuffel.
Schon beim ersten Graffiti-Projekt während des Pavillons waren maßgeblich der AWO Jugendladen und die Initiative „Stadtteil gegen Rassismus“ beteiligt. In den Monaten danach arbeiteten die Schüler:innen der Liebigschule künstlerisch in Workshops zu den Themen demokratische Werte, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Visionen für ein solidarisches Miteinander. Als Ergebnis entwarfen sie ein großflächiges Graffito. Beim Sprayen trugen die Schüler:innen T-Shirts mit dem Projekt-Logo „Colour Your Rights“.
Der Ortsbeirat 7 sowie die Bürgermeisterin übernahmen die Schirmherrschaft für das Projekt. Die Deutsche Bahn stellte die Fläche zur Verfügung. Das Diversitätsdezernat unterstützte das Projekt mit etwa 5000 Euro.
„Der Pavillon der Demokratie hat in Rödelheim Menschen zusammengebracht. Es war immer mein Traum, dass etwas davon im Stadtteil bleibt. Das Graffito macht sichtbar, dass Dialog und Beteiligung etwas Bleibendes schaffen“, sagte Eskandari-Grünberg. „Der Pavillon ist keine Ausstellung – er ist ein Impuls. Heute sehen wir das Ergebnis dieses Impulses: Junge Menschen, die ihre Ideen sichtbar machen. Darüber freue ich mich sehr.“
Ortsvorsteher Johannes Lauterwald sagte: „Rödelheim ist so bunt wie dieses Graffito. Es zeigt, dass junge Menschen dazugehören, auch wenn sie noch nicht wählen dürfen.“ Eine der sprayenden Liebig-Schülerinnen, Talia, sagte, es habe bei dem Projekt keine Vorgaben gegeben. „Wir konnten unsere Ideen einbringen. Schön, dass wir das machen durften.“ Am Ende überreichte Foronzandeh Saber vom AWO-Jugendladen der Bürgermeisterin ein Projekt-T-Shirt.





